Sonntag, 27. Dezember 2020

Wie nutzen wir den Stauraum 🤔?

 Da wir durch Krankheit und Quarantäne entschleunigt wurden, haben wir die Zeit genutzt uns alle möglichen Lösungen für noch nicht vorhandene Probleme auszudenken 😁!

Auch wenn für uns unser BOXI riesig aussieht und für einen Kastenwagen insbesondere durch seine Höhe ein großes Raumgefühl bietet, erscheint unser Platzangebot in der „Heckgarage“ doch recht überschaubar. Besonders wenn wir an unsere Stand-up Ausrüstung, unseren Falt-Kanadier oder Peters Kite-Ausrüstung denken.

Was auf jeden Fall auch mit soll - obwohl beim Freistehen direkt am BOXI nicht zu gebrauchen - sind unsere drei Faltstühle für Peter, Paula und mich und unser Tisch. Unsere Stühle im Wohnwagen, obwohl langzeiterprobt und immer noch für gut empfunden, wollte ich nicht mitnehmen. Einen vernünftigen Grund gibt es dafür nicht wirklich, ich wollte einfach einen Unterschied zum Urlaubsgefühl im Wohnwagen. Also kommen in den BOXI unsere Faltstühle, die normalerweise Teil der Drachenausrüstung sind, um den Blick auf die Drachen im Himmel zu genießen und ein neuerworbenen Tisch unter drei Kilo, den Peter auf Grund seines geringen Gewichtes unbedingt haben wollte. Um diese Ausrüstung gut unterzubringen haben wir uns von einem Artikel inspirieren lassen, der uns schlichtweg für den angebotenen Preis zu teuer erschien. Zuerst dachte ich daran einen ausrangierten Bettbezug zu teilen und an den Seiten mit Laschen auszustatten, um sie dann mit Expander-Gummis unter dem Lattenrost zu befestigen.

Letztendlich hat Peter aber auch hier wieder Stoff(-Reste) von seinem Drachenbau genutzt (festen Rucksacknylon) und eine 130 cm x 150 cm Plane genäht, die er an den beiden 150 cm Seiten mit je 5 Laschen aus Gurtband und an den 130 cm mit je 2 Laschen aus Gurtband versehen hat. Damit wird die Plane mit wiederverwendbaren Kabelbindern unter dem Lattenrost befestigt. Als Boden der so entstandenen Tasche dient unser ultraleicht-Tisch, oben drauf kommen die 3 Stühle und ein Campinghocker mit Tischplatte:


Da drunter hat unsere Alubox ihren Platz: 

In der Box hat unser Gasgrill, Tasche mit Grillbesteck, Wergzeugkoffer, Kabeltasche mit CEE-Kabel, Wasserschlauch mit diversen Adaptern und sonstiges technisches Zubehör seinen Platz. Dazu erzähle ich ein anderes Mal mehr....

Warten auf die Jungfernfahrt

 So, jetzt steht BOXI schon 14 Tage vor unserer Türe und wir sind noch keinen Zentimeter unterwegs gewesen.

Das liegt zum Einen am allgemeinen  „Lock down“ und an unserer speziellen Quarantäne-Lage.

Wir sind ans Haus gefesselt oder können zumindest ins Fahrzeug, da es auf unserem Grundstück geparkt ist - mehr aber auch nicht.

Es liegt sicher auch mit an dieser Situation, dass wir luxuriös und mit schon umgesetzten vielen kleinen extra Ideen auf die erste Fahrt gehen werden. Wir haben ein wenig unseren Frust darüber kompensiert und immer neue Ideen entwickelt:

Zum Beispiel unsere Müllbeuteltasche, genäht aus Drachenstoff, die mit ihrem Griff an die zwei, bereits vorhandenen Haken an der Stirnseite des Küchenblocks eingehängt wird. Sie ist so schmal, dass sie überhaupt nicht stört und es fliegen keine Beutel oder Behältnisse im Fahrzeug herum.


Andere Ideen sind unsere Magnetleisten, wo andere ihre Halterung für den Flachbildschirm anbringen. In all unseren Campingjahren haben wir noch nie ein TV vermisst und waren froh, dass BOXI nicht mit diesem entbehrlichen Gadget ausgestattet war. Hier findet die unentbehrliche Küchenrolle mit ihrem Magnethalter ihren Platz - so ist sie auch bei Bedarf kurzfristig draußen am Grill oder Fahrzeug zu platzieren.


Zusätzlich bieten die Leisten Platz für Gewürz- oder Krimskramsdosen, wichtige Notizen und unsere Abfahrts- und Ankunfts- Checklisten. Die haben wir so ähnlich schon länger im Wohnwagen im Einsatz, nachdem wir Stromkabel, Keile oder Hocker haben stehenlassen, Klappen nicht gesichert waren oder andere Fehler, die einem lieber nur einmal passieren sollten.

Jetzt wird alles abgehakt und gut ist!

Samstag, 26. Dezember 2020

Wir fahren Kasten

 Dezember 2020

Nachdem wir schon gefühlt seit ewig campen und das seit 13 Jahren auch schon mit Wohnwagen, beschäftigen wir uns seit diesem Jahr mit der Idee noch mobiler zu werden.

Zu unserem Wohnwagen sind wir damals gekommen, als wir loszogen um einen Anhänger, ein komfortables Baumwollzelt und eine Campingküche zu kaufen 😊!   Dann hatten wir plötzlich ein 12 Meter langes Gespann. Damit sind wir viel unterwegs, aber spontan und frei irgendwo stehen ist, außer bei Zwischenstopps, nicht so wirklich möglich. In den letzten Jahren haben wir Saison-Camping für 4-6 Monate im Winter an der niederländischen Nordseeküste oder in der Eifel total genossen! Mindestens dafür bleibt unserer treuer Wohnwagen auch weiterhin in unserem Besitz - die beiden Urlaubs- und Erholungsgefühle sind nicht wirklich miteinander vergleichbar!

Jetzt hatten wir ursprünglich die Idee unseren Radius zum Wandern mit Hund zu vergrößern und auch mal eine Nacht im Auto zu schlafen. Dabei wäre halt eine Koch-, Eß- und Waschgelegenheit zu haben ganz nett. 

So steht am Ende dieser Idee unser BOXI, ein Kastenwagen auf Fiat Ducato Basis von Knaus, ein gebrauchter Boxstar 630 Freeway, vor unserer Türe 😆!



Da wir unseren Wohnwagen noch immer für unsere komplette Familie (3 Kinder) plus eventuelle Gäste ausgestattet hatten, war es schon eine Wohltat für unsere überfüllten Schränke und unserer Budget, dass wir unseren Camping-Hausrat praktisch nur durch zwei teilen - und immer noch in beiden Teilen komfortabel ausgestattet - mussten. So haben wir im Wohnwagen endlich mal ein wenig Übersicht und Ordnung in den Oberschränken und sind gleichzeitig schon großzügig im Boxi ausgestattet.

Nur um die Lärmbelästigung durch Rappel- und Rüttelgeräusche habe ich mir im Wohnwagen keinen Kopf gemacht - Teller, Tassen und Gläser, aber auch Schüsseln, Töpfe und all den anderen Kram Rutsch- und geräuscharm zu verstauen ist schon eine Umgewöhnung. 





Hier ist unser gebraucht erworbener BOXI jedoch ein echtes Platzwunder, denn durch sein Hochdach bieten die rundherum angebrachten Stauräume unglaublich viel Platz!


Sitzflächen wie Fahrer und Beifahrersitz, sowie die Sitzbank haben wir mit hellen Schaafsfellen bestückt - sieht nett und gemütlich aus, schützt die Bezüge und wirkt sowohl im Winter wie im Sommer temperaturausgleichend! Hier, sowie auch bei vielen anderen Kleinigkeiten, zahlt sich Peters Geschick mit der Nähmaschine durch den Kite-Bau aus! Schnell sind Spanner und Laschen zur Befestigung an die Felle genäht und nichts nervt durch ständiges verrutschen!



Für Paula habe ich das Internet auf mögliche Hundesitze mit Isofix-System abgesucht, die groß genug und dennoch bezahlbar waren. Wir wollten Paula während der Fahrt in keine Box sperren, die zum einen viel Stauraumplatz kostet und sie viel zu sehr von uns isolieren würde, wollten jedoch auch einen wirklich gesicherten Platz für sie und uns schaffen. Mit der gefundenen Lösung sind sowohl wir, wie auch Paula zufrieden!



 

Montag, 14. Dezember 2020